Monika
Grütters

Nils
Minkmar

Barbara
Ludwig

Neven
Subotic

Bernadette
Spinnen

Stefan
Wegner

(Die Jury des Colours of Europe Award 2020)

Gewinner ermittelt!
Colours of Europe Award 2020

Colours of Europe Award 2020 geht an drei Kommunen und zwei Organisationen

Der Colours of Europe Award 2020 geht an die Stadt Torgau, die Stadt Kamen und die Gemeinde Gerstetten. Der Europa-Preis der sich an Kommunen bis zu 50.000 Einwohner richtet, wird in diesem Jahr erstmalig vergeben. In einer Sonderkategorie, in der Organisationen ausgezeichnet werden, gewannen „Jeck op Europa“ aus Köln, sowie die regionale Gruppe der „Jungen Europäischen Föderalisten“ im Saarland. Die feierliche Auszeichnung findet im Rahmen der nachgeholten Europatag-Feier von Tu was für Europa, am 11. Oktober 2020, im Berliner Metropol statt. Am Vortag kommen die Gewinner zu einem Netzwerk-Workshop zusammen, um ihre Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Impulse für kommunales Europa-Engagement zu erarbeiten.

Der Colours of Europe Award hat das Ziel, die besten Ideen zu finden, die Europa vor Ort erlebbar machen und zum Nachahmen anregen. Es geht darum, außergewöhnliches Engagement zu belohnen und gleichzeitig ein Netzwerk aus Kommunen zu schaffen, die ihre Erfahrung und Expertise auch über ihre eigene Region hinaustragen möchten. In der Sonderkategorie für Organisationen wird ein Projekt einer gemeinnützigen Organisation prämiert, die vor allem in einer bestimmten Region wirksam ist und sich dort beispielhaft für die europäische Idee einsetzt. 

Martin Schulz, Vereinsvorsitzender von Tu was für Europa e.V. betonte die Wichtigkeit des Preises: „Die Idee von Europa lebt durch das Engagement der Menschen vor Ort. Nur wenn Europa auch erlebt wird, wird es dauerhaft bestehen können. Genau dieses Engagement vor Ort zeichnet unser Preis aus. Gerade jetzt, einen Tag vor Beginn der deutschen EU-Ratspräsidentschaft, ist dies ein wichtiges Zeichen.“

Monika Grütters, Schirmherrin der Initiative und Vorsitzende der Jury des Colours of Europe Award, lobte das Engagement der Kommunen und regionalen Gruppen:

„Uns haben erfreulich viele und gute Bewerbungen von Städten und Initiativen erreicht, die sich für die europäische Idee begeistern und engagieren. Projektideen, die ausdrücklich in Zusammenarbeit mit Partnern in Nachbarländern realisiert werden sollen, haben uns dabei besonders überzeugt.“

Die Begründungen der Jury in Bezug auf die einzelnen Gewinnerkommunen lautete:

  • „Die Stadt Torgau nutzt in beispielhafter Weise ein prägendes historisches Ereignis um die Verantwortung, die daraus erwächst, in der Gegenwart zu vermitteln. Die Einbindung mehrerer Generationen, die Breitenwirkung und die professionelle Durchführung der Elbe Days haben uns voll und ganz überzeugt.“
  • „Die Stadt Kamen verbindet den kulturellen Austausch über ihre Städtepartnerschaften mit dem wichtigen Thema Klimaschutz. Mit vielen kreativen Ideen, die in anderen Städten leicht nachgeahmt werden können, wird hier deutlich gemacht wie wichtig der gesamteuropäische Ansatz zur Lösung großer Probleme ist.“
  • „Die Gemeinde Gerstetten setzt mit ihrem Musikprojekt Trinaorchester kulturelle Impulse um Menschen zusammenzubringen. Menschen aus drei verschiedenen Ländern erarbeiten gemeinsam musikalische Werke, überwinden dabei viele kulturelle Barrieren und schaffen am Ende ein gemeinsames Werk, das begeistert.“

Für die Sonderkategorie war ursprünglich nur ein Preis vorgesehen. Aufgrund der besonderen Qualität der Bewerbungen in der Endauswahl, beschloss die Jury jedoch in diesem Jahr zwei Organisationen auszuzeichnen. Um dies zu ermöglichen sagte der Bundesverband City- und Stadtmarketing (BCSD) spontan einen finanziellen Beitrag für den neuen zusätzlichen fünften Preis zu.

Zur Würdigung der Projekte durch die Jury:

  • „Die engagierten Menschen von Jeck op Europa übertragen ihre Europa-Begeisterung auf ein zweites Herzensthema: den kölschen Karneval. Sie erreichen Menschen mit dem Thema Europa, wo sie normalerweise nicht damit in Kontakt kommen würden, und verbreiten so die Botschaft: Europa ist vor Ort.“
  • „Die jungen Menschen bei JEF haben sich ein wirklich schwieriges Ziel gesetzt: zu erklären, wie die EU-Institutionen funktionieren und warum es wichtig ist, dass es sie in dieser Form gibt. Dass sie dies mit großer Begeisterung vor Ort und auf der Straße tun, ist ein Engagement, das wir besonders würdigen möchten.“

Jury

Die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Monika Grütters, Staatsministerin im Bundeskanzleramt und Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, besteht aus dem SPIEGEL-Journalisten und Autoren Nils Minkmar, dem Fußball-Bundesliga-Profi Neven Subotic, der Oberbürgermeisterin von Chemnitz, Barbara Ludwig, der Vorsitzenden der Bundesvereinigung für City- und Stadtmarketing, Bernadette Spinnen und dem Geschäftsführer von Scholz & Friends Agenda, Stefan Wegner.

Die Jury bewertet frei das Gesamtbild der Projekte im Sinne der Förderung des Europäischen Gedankens, insbesondere unter Berücksichtigung der Beispielhaftigkeit.

Zeitplan:

26. Februar 2020Bewerbungsbeginn
31. Mai 2020Bewerbungsschluss
30. Juni 2020Verkündung der Gewinner
Oktober 2020Konzept- & Networking-Workshop
11. Oktober 2020Preisverleihung in Berlin

Unsere Jury

Monika Grütters

Staatsministerin im Bundeskanzleramt

Nils Minkmar

Historiker, Journalist, Publizist, Der SPIEGEL © Bernhard Riedmann / DER SPIEGEL

Barbara Ludwig

Oberbürgermeisterin Chemnitz

Neven Subotic

Fußballbundesliga-Profi und Vorsitzender der Subotic Stiftung

Bernadette Spinnen

Vorsitzende der Bundesvereinigung für City- und Stadtmarketing
© Hermann Köhler

Stefan Wegner

Geschäftsführer Scholz & Friends Agenda